Nature Moves

„Strangers I“
„Fremde“ 

Fremdes, in Form von Neuem – „dem Menschen nicht bekannt“, kann immer zweierlei Gefühle auslösen. Da befindet sich auf der einen Seite die „Ur-Angst“ vor dem nicht bekannten, dem Fremden. Dieser „Ur-Angst“ kann man mit einer aktiven Überwindung der Angst entgegenwirken, die nach einem ersten Gefühl der Abwehr, Fremdes doch noch erkunden möchte.

Im Verständnis der Dichtomie (in verschiedenen Kontexten werden Wörter unterschiedlich verstanden) kann die Begrifflichkeit des Fremden jedoch auch positiv konnotiert sein, im Sinne einer lustvollen Hinwendung und einer Begegnung des Neuen mit Neugierde, einem sinnlichen Erkunden des Fremden, des Anderen, das schließlich bekannt und an-erkannt wird. Die Polarität des Positiven und des Negativen findet sich im Begriff des Fremden sehr deutlich wieder und spiegelt sich in der zeitgenössischen Kunst und Kultur. Auch diese ist zuerst einmal neu, ungewohnt, außergewöhnlich, ja – fremd. Zumindest sollte es so sein. Doch, ist es wirklich so? Sind wir nicht bereits „immun“ gegen zeitgenössische Kunst? Haben wir nicht „eh alles schon einmal gesehen“, was regt uns heute noch auf? Ist die Gesellschaft bereits immun hinsichtlich einer kulturellen Weiterentwicklung? Was muss präsentiert werden, um einer immunen Gesellschaft Neues in der Kunst zu zeigen, dass sie bewegt?

Im Zuge der „Nature Moves“ öffnen sich Grenzen, geistige wie auch geographische zu den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg. Äußere und innere Grenzen werden ausgelotet und respektiert: Körperlich, künstlerisch und im Gesamtdialog (Individuum gegenüber der Gruppe).


Künstlerisches Konzept:
Ursula Gigler Gausterer
KünstlerInnen: Elias und Weng Teng Choi Buttinger, Evgeny Kozlov, Kerstin Hurbain, Igor Sviderski, …

Sonntag, 20.9.2020, ca. 16.30 Uhr
Gössl im Salzkammergut, Badewiese
Preis: offener Zugang für jedermann

Weitere Informationen: 0650/3210341

Foto: (c) Walter Christopharo